Aus der Reitstunde: "Die Anlehnung"

Reitstunde

Wie bringe ich mein Pferd dazu, die Anlehnung zu suchen... und was genau bedeutet "Anlehnung"?

Das Pferd kann in Anlehnung gehen, wenn zwischen Reiterhand und Pferdemaul, mittels Zügel eine weiche, mitfedernde, aber konstante Verbindung besteht- der Zügel darf dabei nicht springen, geschweige denn, durchhängen. Die Folgen der korrekten Anlehnung sind ein tiefer und angenehmer zu sitzendes Pferd. Klingt gut, ist aber gar nicht so einfach herbeizuführen! Hier spielt einmal mehr der gute Reitersitz eine große Rolle- nur ein grundsätzlich gut sitzender, in der Mittelpositur mitschwingender Reiter kann es dem Pferd ermöglichen, die Anlehnung zu suchen. Was vor einigen Wochen noch geklappt hat, funktioniert heute vielleicht nicht so gut...! Insbesondere bei erwachsenen Reitern verändern sich die Lebensumstände schon mal recht schnell; zum Beispiel kann auch beruflicher Stress Einfluss auf den losgelassenen Sitz nehmen. Hier gilt es, an der eigenen Gelassenheit zu arbeiten und das, zumindest vorübergehende "Loslassen" von störenden Einflüssen zu üben. Anatomische und temporäre physische Probleme können mit gymnastischen Übungen oder Yoga angegangen werden. Yoga hilft bekanntermaßen auch, das Loslassen von Problemen zu praktizieren und eine mentale Balance zu finden. Yoga und Reiten ergänzen sich hervorragend! Und wer gezielt etwas für den guten Reitersitz tun will, sollte sich nach einer Möglichkeit zur Teilnahme an einem Kurs nach Eckart Meyners, wie ebenfalls in einem vorangegangenen Artikel erwähnt, umschauen.

Das Pferd soll also mit einer gewissen Leichtigkeit im Genick nachgeben und somit vertrauensvoll an das Gebiss herantreten. Es ist allerdings zu bemerken, dass kein Pferd immerzu vor äußeren Einflüssen gefeit und nicht jeden Tag gleich aufgelegt ist und es gibt Pferde, die aufgrund ihres Gebäudes Schwierigkeiten haben, leicht durch das Genick zu gehen. Beim Erlernen des Herbeiführens und des Haltens der korrekten Anlehnung, wobei die Pferdenase in der Senkrechten oder kurz vor der Senkrechten sein soll, tauchen beim Anfänger oder Wiedereinsteiger gerne folgende Probleme auf: Man wird, wegen des "zu sehr Wollens", zu fest in der Hand und verpasst den Moment des Nachgebens (vor allem der inneren Hand) oder man neigt dazu, die Hand zu stark vorzugeben- dann geht die gewonnene Anlehnung auch gleich wieder flöten. Wir können hier einfach nur üben, das richtige Gefühl für den richtigen Moment zu entwickeln; ein Trainer beziehungsweise eine Trainerin, mit der Gabe, einem die guten und schlechten Momente passend zu vermitteln, hilft natürlich sehr. Was ein Glück, daß ich so eine Trainerin habe!

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Kommentare

FN-Newsletter

Leider ist die Infoseite des erwähnten Newsletters nach dem Relaunch der FN-eigenen Website nicht mehr erreichbar!

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Anlehnung

Ich hab mich heute total über den FN-Newsletter gefreut, weil ich mit unserer Stute momentan echt Probleme habe, was die Anlehnung betrifft.
Da kamen die Infos mal echt zur richtigen Zeit :)

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