Aus der Reitstunde: "Das klemmende Bein"

Reitschule um 1760

Auch der Unterschenkel kann klemmen... nicht nur das Knie! Das hat ein zu starkes dauerhaftes Treiben, anstelle eines am Pferdeleib mitatmenden Beines zur Folge und wirkt abstumpfend. Ein fester Knieschluss "war gestern"- wie vor 30 Jahren gelernt:

Stark nach innen gedrehte Fußspitze und vergleichsweise fester Knieschluss, nicht nur beim Springen. Heute wird eher ein gelöstes Knie gelehrt, daß auch ein leichter schwingendes Pferd zur Folge hat. Allerdings, sollen wir nun auch wieder nicht mit abstehenden Knien und womöglich mit festhaltenden Waden reiten. Wie immer- gar nicht so einfach, als Lernende den richtigen Mittelweg zu finden. Auch sollten wir uns während eines Bucklers nicht allein mit dem Knie festhalten wollen, sondern ebenfalls mit dem Druck der Füße auf die Steigbügel, die Balance finden und mit entschlossenem impulshaften Schenkeldruck das Pferd augenblicklich nach vorne reiten.

Besonders beim Schrittreiten sollte man darauf achten, ein locker anliegedes Bein zu haben und nicht dauerhaft zu treiben. Hier ist ein präzises impulsartiges Nachtreiben nur dann gefragt, wenn das Pferd an Schwung verliert. Ein dauerhaft treibender Schenkel würde den Takt stören und den guten Schritt, bei dem die Bewegung durch den ganzen Körper des Pferdes gehen soll, auf Dauer zerstören.

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Kommentare

Fester Knieschluss etc.

Ja, an die Ansage kann ich mich auch noch erinnern: "Schultern zurück, Hacken runter, Fußspitzen zum Pferdemaul". Das hatte nicht selten eine übertriebene, unnatürliche Haltung zur Folge.

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